arrow-leftarrow-rightclosecontrastdownloadeasy-languagefacebookinstagrammailmenueMinusPlusprintsearchsoundtarget-blanktwitteryoutube
Inhaltsbereich
05.03.2019

Politische Bildung und Medienkompetenz schützen unsere Kinder vor rechtsextremistischer Manipulation

Der Arbeitskreis Rechtsextremismus und Rassismus der SPD Harburg hat in der vergangen Woche den Pressesprecher Marco Haase vom Landesamtes für Verfassungsschutz eingeladen, der über die Aufgabenbereiche des Verfassungsschutzes berichte und die Zahlen und Fakten zum Rechtsextremismus präsentierte.

Herr Haase machte deutlich, dass extremistische Gruppen, egal welchen Lagers, sich heute viel besser darin verstehen, sich selbst effektiv zu organisieren als noch vor einigen Jahren.

Am Beispiel der Identitären Bewegung Deutschland (IBD), eine rechtsextremistische Gruppierung, die seit 2016 vom Verfassungsschutz auch in Hamburg beobachtet wird, und zwischenzeitlich auch als "Hipster-Nazis" bekannt ist (so die Bergedorfer Zeitung vom 21.02.2019, Seite 1), führte er vor Augen mit welchen Mitteln Rechte Gruppen heute arbeiten, und das hier schon lange ein Wandel stattgefunden hat mit dem sich auch der Verfassungsschutz beschäftigt.

Wie ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen nutzen solche Gruppierungen die Möglichkeiten von Social Media Plattformen und deren Mechanik auf professionellem Niveau. Die perfide Neigung solcher Gruppen in ihrer Außenwirkung im Ersteindruck gar nicht als rechtsradikal oder gar rechtsextrem zu erscheinen führt zu einem hohen Risiko solchen Gruppen sprichwörtlich auf den Leim zu gehen und damit auch in den Beobachtungsbereich des Verfassungsschutzes zu geraten.

Oksan Karakus, Leiterin des Arbeitskreises dazu: "Der Besuch des Pressesprechers des Landesamtes für Verfassungsschutz in Hamburg bei unserem Arbeitskreis hat uns diese Zusammenhänge sehr gut vor Augen geführt. Wir waren zwar grundsätzlich im Bilde wie solche Gruppen arbeiten aber der Besuch von Herrn Haase hat uns sehr dabei geholfen den Umfang der Auswirkungen insbesondere auf unsere Kinder und Jugendlichen vollends zu verstehen."

Auch das Mitglied Christoph Holzer, der sich selbst als ITler immer noch wachsam im Internet bewegt, zeigt sich besorgt über die manipulativen Strategien der IDB: "Unsere Kinder und Jugendlichen benötigen dringend das Handwerkszeug zu erkennen, wann es sich um eine solche extremistische Gruppierung handelt, woran heute selbst vermeintlich aufgeklärte Erwachsene teilweise scheitern. Sie benötigen dementsprechend eine gute politische Bildung und Medienkompetenz."

Der Arbeitskreis ruft Eltern und Schulen dazu auf das Angebot des Verfassungsschutzes in Hamburg wahrzunehmen und diesen für eine Informationsveranstaltung einzuladen und die wertvollen Grundlagen und Details dieser Thematik in ihren Unterricht zu integrieren. Dies ist ein guter Weg von vielen um unsere Kinder und Jugendlichen vor Rechtsextremisten zu schützen.