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14.03.2018

Antrag des SPD-Distrikts Harburg-Mitte an die KDV

Auf der Mitgliederversammlung am 12. März 2018 hat der Distrikt Harburg-Mitte einen Antrag an die Kreisdelegiertenversammlung verabschiedet.

Antrag

Wir den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg auf,

  • es dem rotgrünen Senat der Hansestadt Bremen gleichzutun und den Umschlag von Gütern für die Atomindustrie im Hafen zu untersagen,
  • sich im Bund für die Schließung des Kernkraftwerks in Lingen (Nordrhein-Westfalen) und der Anlage in Gronau (Niedersachsen) einzusetzen
  • sowie auch im internationalen Rahmen auf den Abbau atomarer Anlagen hinzuwirken.

Begründung

Die SPD hat schon früh vor den Risiken der Atomnutzung gewarnt und ist durch die Katastrophe von Tschernobyl, deren Folgen noch immer in Europa zu spüren sind, grausam bestätigt worden. Unter dem Eindruck der neuerlichen Katastrophe in Fuku-shima hat sich sogar die ursprünglich atomfreundliche CDU zur Abkehr von der Atomenergie entschlossen.

Trotzdem bewegen sich im rot-grün regierten Hamburg allwöchentlich ca drei Transporte mit Uranprodukten für die Atomwirtschaft durch die Stadt. Das Uran wird zum größten Teil per Schiff aus Namibia in den Hafen gebracht, dort umgeschlagen und per Bus oder Zug weiter nach Narbonne in Südfrankreich gebracht. Dort wird es umgewandelt, um anschließend in Gronau (Niedersachsen) angereichert oder in Lingen (Nordrhein-Westfalen) zu Brennelementen verarbeitet zu werden.

Diese Hafentätigkeit sowie die weiterführenden Transporte gefährden das Leben und die Gesundheit der Menschen, die in Hafennähe oder in den Hamburger Stadtteilen leben, durch die die Wagen und Züge fahren (Hafengebiet, Veddel, Wilhelmsburg und Harburg). Da die Folgeschäden möglicher Havarien räumlich und zeitlich kaum einzugrenzen sind, betrifft die Gefährdung noch größere Menschengruppen und sogar künftige Generationen.

Verantwortliche Politik sollte dem ein Ende machen.